Zweifeln, schwitzen, prusten: Besuch beim Freiburger Lachyoga 09. November 2017

„Was mache ich hier bloß?“ Diese Frage schießt mir durch den Kopf, als ich lachend auf einer Yogamatte liege. Neben mir kriegen sich die anderen auch nicht mehr ein. Dabei hat keiner einen richtigen Grund. An ein Aufhören ist nicht zu denken, denn das Lachen der Gruppe ist so ansteckend. Was ich mache? Eine Übung namens Lachstern. Ich bin mitten in der Lachyogastunde im Freiburger Lachclub.

Von Lachyoga hatte ich schon einmal gehört, doch etwas Genaues konnte ich mir bis Montag nicht darunter vorstellen. Vielleicht sitzt ein besonders lustiger Mensch im Raum und haut einen Witz nach dem anderen heraus? Vielleicht macht man komische Verrenkungen mit seinem Körper und muss deswegen anfangen zu lachen? Doch all das ist Quatsch! Die Trainerin und Gründerin des Lachclubs Bärbel Hinz-Käfer erklärt: „Lachyoga besteht aus Atem-, Dehn- und Streckübungen. Die Lach- und Klatschübungen sind der spielerische Teil.“ Die Methode hat Madan Kataria aus Indien erfunden.

Klingt für mich allerdings ein bisschen nach Grundschule. Und auch die 70-jährige Hinz-Käfer sagt: „Wir wollen das Kind wieder in uns wecken und ruhig ein bisschen albern sein.“ Okay, denke ich mir, albern kann ich. Von einem Teilnehmer erfahre ich, dass er anfangs Lachyoga eher kritisch gesehen hat und nun sogar selbst Lachyogalehrer ist. Scheint also, als sei dieser „Sport“ so ansteckend wie Lachen an sich.

Apropos Sport. Das soll es scheinbar wirklich sein. „Was wir hier machen, ist wirklich Körperarbeit“, meint Hinz-Käfer noch zu mir. In dem Moment bezweifle ich noch, dass ich später ins Schwitzen komme.

Wir beginnen mit einer Streckübung, die den Namen „Weinschorle“ trägt. Wir greifen nach den Trauben, die ganz weit über uns hängen. Als wir sie herunter ziehen, sollen wir lachend ausatmen und unseren Oberkörper hängen lassen. Danach folgen weitere Übungen, wie das Begrüßungslachen. Man geht aufeinander zu, schüttelt die Hand und lacht sich an. Das macht richtig Laune.

Nach 20 Minuten ununterbrochenem Lachen, merke ich, was die Trainerin gemeint hat. eine Bauch- und Gesichtsmuskulatur fängt langsam an zu brennen. Eine Teilnehmerin flüstert mir zu: „Ich habe jetzt schon Muskelkater.“ Die anderen ziehen die Jacken und Pullis aus greifen nach ihren Wasserflaschen. Es gibt eigentlich gar keinen richtigen Auslöser für unser Lachen. Ich komme mir etwas komisch vor, aber das Lachen der Anderen ist so ansteckend, dass ich nach einer Weile einfach nur noch lache, ohne zu denken.

Es folgen die nächsten Übungen:

Das Trotzkopflachen: Wir stehen im Kreis und laufen alle in die Mitte. Dort trampeln und kreischen wir, was das Zeug hält. Wir sollen uns vorstellen auf all den Ärger und Frust des heutigen Tages einzutreten. Stress abbauend soll das Wirken. Und tatsächlich: Danach fühle ich mich deutlich erleichtert.

Crazy horses: Wir traben wie Pferde von der einen zur anderen Seite des Raumes, während wir „Nein“ sagen und dazu nicken oder umgekehrt. Den Sinn davon, weiß ich nicht mehr, aber meine grauen Zellen hat es auf jeden Fall angeregt.

Bärenlachen: Jeder steht mit einem Partner Rücken an Rücken. Wir lachen und reiben unsere Rücken aneinander wie an einem Kratzbaum.

Das ist nur ein Bruchteil der Übungen, die wir gemacht haben. Vor 15 Jahren hat Hinz-Käfer den Freiburger Lachclub gegründet. Damals gab es nur 10 Übungen, mittlerweile sind es sogar 226. „Wir könnten ein paar Tage durchlachen“, sagt 70-Jährige und schmunzelt.

Der letzte Lacher ist verstummt und die Stunde ist vorbei. Die Zeit verging dabei wie im Flug. Aber eins bleibt: Ich fühle mich entspannt und habe gute Laune. Ein Liedchen pfeifend trete ich meinen Nachhauseweg an.

Lachstunden

Wann: montags, 19 bis 20 Uhr
Wo: Habsburgerstraße 107a (St. Carolushaus), Saal Friedrichsbrücke im EG
Wer: Jeder, der Lust hat
Preis: 11,11 Euro pro Stunde oder man wird Lachclubmitglied für 15 Euro im Monat
Kontakt: info@humor-lachen.de oder Tel.: 0761/7059822

Zweifeln, schwitzen, prusten: Besuch beim Freiburger Lachyoga

Radio Interview zum Thema Lachen & Humor an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Jetzt anhören:

 

Stadtkurier 10.10.13 Sandra Tieso

Nun möchte ich Ihnen von meinem interessanten und auch witzigen Gespräch mit Freiburgs größter Lachnummer berichten. Und Letzteres ist ein Kompliment! Denn keine andere Freiburgerin kann so ausgelassen und professionell ansteckend lachen, wie Bärbel Hinz-Käfer. Mehr: Stadtkurier 10.10.13

Lachen kann man lernen

Bärbel Hinz-Käfer unterrichtet Lachyoga und verpasst ihren Schülern auch mal eine Lachdusche

Bericht über das Glücksseminar am 9.6.2012, Badische Zeitung Badische Zeitung 150 Glücksminuten, Seminar 9.6.12

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Karin Scherzinger ist mit ihrer Mutter zum ersten Mal da. „Wir wollten heute einmal schnuppern, wie das geht mit dem Lachen. Ich habe schon lange einen Flyer vom Lachclub“, so Scherzinger. Es geht los… mehr

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Permanenter Stress macht krank. Häufige Auslöser sind Hektik, Zeit- und Leistungsdruck, wachsende Anforderungen und Lärm. mehr

Der Lachclub Freiburg feiert Geburtstag
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„Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag“ sagte einst der Stummfilmkomiker Charlie Chaplin. Eine ähnliche Einstellung haben die Mitglieder des Freiburger Lachclubs: Einmal in der Woche treffen sie und Interessierte sich zu Lachübungen. Philip lachte mit.
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Bundesweiter Lach-Yoga-Konkgress in Oberhausen
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Die Nase liegt in Falten, Lippen und Augenlieder spannen sich, Zähne blitzen auf und die Atmung wird flach. So wird ein zutiefst menschlicher Reflex eingeleitet – das Lachen. (…)
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Am Sonntag ist WELTLACHTAG
Der „WELTLACHTAG“ wird in jedem Jahr am ersten Sonntag im Mai gefeiert. Weltweit treffen sich an diesem Tag Menschen, um miteinander zu lachen. Dr. Madan Kataria, indischer Arzt und Gründer der weltweiten Lachbewegung, hat diesen Tag 1998 ins Leben gerufen als positive Verkörperung des Friedens auf der Welt.

Lachen ist eine internationale, friedliche Sprache. „Happy-Demic“ war das erste WELTLACHTAG-Treffen außerhalb Indiens. Es fand am 9. Januar 2000 in Kopenhagen statt. Mehr als 10.000 lachende Menschen trafen sich auf dem Rathausplatz, was in das Guinnessbuch der Weltrekorde einging.

Die Idee des WELTLACHTAGES wurde durch die Lachclubs verbreitet, in denen Lachyoga praktiziert wird. Mittlerweile gibt es über 5000 Lachclubs auf 5 Kontinenten. Allein in Deutschland wird das Lachyoga in 90 Lachclubs angeboten. Auch die Freiburger lachen im seit 2002 mit Spiel und Spaß einmal in der Woche. Bärbel Hinz-Käfer, Lachtrainerin im Lachclub Freiburg, meint: Lachyoga kann jeder einmal ausprobieren, eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Lachclub Freiburg
Wann: Lachyoga immer montags, 19 bis 20 Uhr
Wo: Heiliggeist Stift, Deutschordensstraße 4, D-79104 Freiburg Herdern

Tel. 0761-7059822 oder e-Mail: info@humor-lachen.de

Hahahahihihihohohohoho!
Badische Zeitung vom Montag, 19. März 2007 – Ein Lachyoga-Club trifft sich wöchentlich zum Ablachen / Alle schwören auf die Wirkung. TRIER (dpa). Sie treffen sich, um zu lachen. Und sie tun es mit voller Inbrunst. Sie lachen bayerisch und klopfen sich auf die Schenkel…
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Vital und Gesund in Baden, Badische Zeitung Oktober 2006
Lachen hält fit, eröffnet neue Blickwinkel und ist Balsam für die Seele…
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Berliner Morgenpost Oktober 2006
Lachkonferenz mit Dr. Madan Kataria, Mumbai. Lachen auch mal ohne Grund. Spaßfreunde trafen sich in Berlin mit Begründer der Lachyoga Bewegung…
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REGIO Magazin Gesundheit Februar 2006 von Jan Lehmann Montagabend, in einem Saal des Heiliggeiststifts in Freiburg. Zehn
Frauen und Männer haben sich eingefunden. Ihre Gesichter spiegeln die
Anstrengungen des Tages; niemand reißt einen Witz, keiner klopft sich auf die Schenkel. Nur die Lachtrainerin lässt während der Begrüßung
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